Auf der ganzen Welt nähern sich die Niveaus der öffentlichen Verschuldung gefährlichen Hochwassermarken. Die Welt versinkt förmlich in Schulden – gemessen am globalen Bruttoinlandsprodukt beträgt die Schuldenhöhe inzwischen über 95 Prozent. Es ist daher nur noch eine Frage der Zeit, bis die Anleihenmärkte den Daumen über der Schuldenparty senken und die Zinsen und damit den Schuldendienst in nicht mehr finanzierbare Höhen treiben werden. Dies wäre die folgerichtige Konsequenz politischer Verwahrlosung, Respektlosigkeit gegenüber dem Steuerzahler und dem Größenwahn der politischen Kultur, die sich im immer weiter wachsenden, auf Schulden aufgebauten Staatsgebilde manifestiert.
Ein über vier Dekaden andauernder Markt mit fallenden Anleihenzinsen hat vor etwa vier Jahren sein Ende gefunden. Seither steigen die Zinsen, Investoren verlieren das Vertrauen in die generelle Ausrichtung der Politik und in die wachsenden Staatsapparate. Ein Umschwung kündigt sich an – Austerität steht vor den Pforten der verschwenderischen Politik.
Austerität wäre das Eingeständnis, die Staatsfinanzen mit immer höheren Schulden in eine Sackgasse geführt zu haben. Und nichts liegt Politikern wie Ursula von der Leyen wohl ferner, als einen Fehler einzugestehen, zumal gerade in der Brüsseler Bürokratie und dem ideologischen Unterbau des EU-Konstrukts die felsenfeste Überzeugung vorherrscht, mit dem Aufbau eines supranationalen EU-Staates auf dem richtigen, auf einem historischen Pfad zu wandeln.
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