Gibt Epstein dem britischen Premier postum den Rest? Um genau zu sein, Epstein und ein ehemaliger Parteigewaltiger namens Peter Mandelson, der die britische Labour-Partei derzeit tief in das Gespinst aus internationalen Finanzgeschäften und Kindersexhandel zieht. Inzwischen ist er aus der Partei ausgetreten. Aber bis vor kurzem konnte oder wollte auch Keir Starmer nicht um Mandelson herumnavigieren.
Wie sich nun herausstellte, wusste der Premier durchaus von Mandelsons langjährigen Epstein-Kontakten, die auch über die Verurteilung von 2008 wegen Mädchenhandels hinaus reichten. Starmer machte Mandelson dennoch zum Botschafter in Washington, nachdem er ihm „verschiedene Fragen“ stellen ließ. Das gab der Premierminister nun im Kreuzverhör von Kemi Badenoch während seiner Fragestunde im Parlament zu.
All das bedeutet noch keine persönliche Nähe Starmers zu Mandelson. Dennoch ist es ein weiterer Stein des Anstoßes rund um den Labour-Premier. Und man kann durchaus fragen, warum nun plötzlich alle panisch das Weite suchen und die internationalen Rücktritte nur so purzeln. Ist es nur der eindeutige moralische Makel, der an Epstein haftet, oder geht es um mehr, um Strukturen und Finanzflüsse, die verhüllt werden sollen im Rauch der Rücktritte?
Mandelsons späte politische Jahre waren voll von Kontakten mit diversen Wirtschaftsgrößen – amerikanischen, europäischen, russischen – und voller Interessenkonflikte. Namen wie Nathaniel Rothschild, Paul Allen (Microsoft-Mitgründer) oder Oleg Deripaska (russischer Oligarch) künden davon. Diese Kontakte waren lange bekannt und wurden öffentlich kritisiert.
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