Mit den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) verliert die OPEC+-Gruppe einen ihrer Stützpfeiler. VAE-Präsident Mohammed bin Zayed erklärte den Austritt seines Staates aus der von Saudi-Arabien dominierten Erdölfördergruppe zum 1. Mai 2026.
Ein schwerer Schlag für das Kartell: Bis zum Beginn der Lieferkrise von Hormus steuerten die VAE etwa 16 Prozent der gesamten OPEC-Fördermengen bei. Die Regierung erhofft sich von diesem Schritt den Ausbruch aus der straffen Mengenregulierung und einen Zugewinn an staatlicher Autonomie auf dem globalen Energiemarkt. Ziel sei es, so Zayed, die tägliche Fördermenge der staatlichen Ölfirma ADNOC von 3,4 Millionen auf 5 Millionen Barrel bis zum kommenden Jahr zu steigern.
US-Präsident Donald Trump kommentierte den VAE-Austritt auf seiner Medienplattform Truth Social: „I think it’s great, it’s a good thing for getting the price of gas down, getting oil down, getting everything down. Mohammed is smart, he wants to go his own way.“ Trump hat es erkannt: Der VAE-Auszug reißt ein Loch in das OPEC-Kartell, das noch 48 Prozent der Weltölförderung kontrollierte. Nach Hormus bricht das Preissystem – endgültig.
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