Die heutigen Teenager sind ein Haufen Tugendbolde. Im Vergleich zu früheren Generationen rauchen sie seltener, trinken weniger Alkohol und haben seltener Sex. Ihr einziges Laster scheint es zu sein, dass sie Zeit in den sozialen Medien verbringen. Forschern zufolge loggen sich heute fast alle Teenager täglich ein, wobei viele von ihrer fast ununterbrochenen Nutzung von Apps wie TikTok oder Snapchat berichten.
Doch nicht mehr lange, zumindest wenn es nach dem Willen der EU geht. Mehrere Länder drängen jetzt auf EU-weite Beschränkungen für die Nutzung sozialer Medien durch Kinder. Vergessen Sie also Mama und Papa. Bald könnte es Ursula von der Leyen sein, die „nein“ zu Instagram sagt.
Die Panik in Bezug auf Kinder und soziale Medien will einfach nicht abklingen. Die Nutzung sozialer Medien gilt als „süchtig machend“ und wird mit einer Zunahme psychischer Probleme in Verbindung gebracht, insbesondere mit Angstzuständen, Depressionen und geringem Selbstwertgefühl. Die Nutzung hat eine ganz neue Form des Missbrauchs hervorgebracht: Cybermobbing. Es heißt, es führe zu schlechterem Schlaf, schwächeren schulischen Leistungen und geringerer „Lebenszufriedenheit“. Man bringt die sozialen Medien mit einer erhöhten Rate von Selbstverletzungen bei Mädchen und „extremer Frauenfeindlichkeit“ bei Jungen in Verbindung. Jede neue Behauptung veranlasst Schulen, Technologieunternehmen, nationale Regierungen – und jetzt auch die EU – dazu, strengere Beschränkungen und Altersgrenzen für den Zugang zu sozialen Medien einzuführen.
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