Das Bremer Jobcenter hat 600.000 Euro für einen „Kreativraum“ ausgegeben, in dem Schulungen, Workshops sowie „teamübergreifende Formate“ stattfinden sollen. Damit kostete das Projekt 500.000 Euro mehr als ursprünglich geplant – zu Beginn waren nämlich nur 99.000 Euro veranschlagt worden. Ein sowieso schon stattlicher Preis, denn für den gleichen Zweck gibt es bereits einen Raum im Hauptgebäude – und zwar das sogenannte „Praxislabor“ im Dachgeschoss.
Doch eine Pressesprecherin betont gegenüber dem Weserkurier die vermeintlichen Vorteile des neuen Raums. Denn neben einem Hauptraum gebe es zwei Nebenräume für Arbeiten in Kleingruppen. „Das flexible Mobiliar und die flexible Technik erlauben es, sowohl in klassischen Besprechungsformaten zu arbeiten als auch in agilen Workflows.“ Man wolle „moderne Formen der Zusammenarbeit, Qualifizierung und Führung im Jobcenter Bremen“ ermöglichen.
Wie der Weserkurier berichtet, stammt zumindest ein Teil der Sitzeinrichtung vom hochpreisigen Hersteller Vitra. Ein Anhaltspunkt dafür, wie der Betrag von 600.000 Euro zustande gekommen ist. Diese Summe wollte das Bremer Jobcenter gegenüber der Zeitung erst nach der Androhung rechtlicher Schritte bestätigen. Eine formelle Ausschreibung für die Ausstattung der Inneneinrichtung fand nicht statt.
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