Eine Großschadenslage namens Berlin

vor 6 Monaten

Eine Großschadenslage namens Berlin
Bildquelle: Tichys Einblick

Über Konsequenzen aus dem Terroranschlag gegen 100 000 Einwohner Berlins mit mindestens einem Todesopfer sollten wir nicht reden. Der Regierende Bürgermeister (CDU) wird sich weiter auf dem Tennisplatz den Kopf frei halten und von den Mühen des Home Office entspannen, aber niemals zurücktreten oder sich auch nur entschuldigen. Offenbar fehlt es ihm an Anstand ebenso wie an Verstand. Er wird womöglich zurück getreten werden nach den Wahlen im Herbst. Danach herrscht wieder Links-Grün im Roten Rathaus, und Berlin bliebe, was es ist: eine permanente Großschadenslage.

Man kann hinschauen, wohin man will, wo Berlin ist, klappt nichts. Weder werden störanfällige Infrastrukturnetze hinreichend geschützt, (ein Viertel davon, so der entwaffnend blanke Regierende Bürgermeister, ist bisher nicht einmal videoüberwacht), geschweige denn durch notwendige Redundanzen krisenfest gemacht. Es ist seit langem bekannt. Allgemein bekannt gemacht werden auch die neuralgischen Punkte, denn Transparenz zählt mehr als Sicherheit (nicht nur an der Spree). Es fehlt überall an Vorsorge. Aber in Berlin wird Inkompetenz mit Leichtlebigkeit verwechselt, nach dem Leitspruch, mit dem man sich brüstet: Ist ja egal.

Wer Berlin kennt, weiß, dass es sich nicht um eine große Kommune handelt, sondern um ein Kiezkonglomerat. Der eine weiß nicht, was der andere wollen soll. Die zuständigen Ämter und Stellen sind oftmals mit ahnungslosen Parteigängern besetzt. Eine schon in normalen Zeiten überforderte Verwaltung wird im Notfall zur zusätzlichen Falle. Deshalb kam Hilfe aus anderen Bundesländern und von Bundesbehörden (Bundespolizei, Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe) erst einen Tag später als notwendig. Der Senat hatte schlicht versäumt, formal darum zu ersuchen.

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