Mit 59 zu 39 Prozent gewann Wolfgang Kubicki gegen die Überraschungskandidatin Marie-Agnes Strack-Zimmermann die Wahl zum Bundesvorsitzenden der Freien Demokraten. In der Bild teilte Kubicki nach der Wahl gegen Strack-Zimmermann aus: „Ich will die Partei wieder nach vorn bringen. Wenn du sie in die Bedeutungslosigkeit führen willst, mach genauso weiter.“ Weiter sagte Kubicki in Bezug auf das Ergebnis von Strack-Zimmermann: „Du hast nur 40 Prozent und jetzt weißt du, wo der Hammer hängt. Wenn man sich daran jetzt ergötzen will, bitteschön.“
Strack-Zimmermann hatte zuvor aus ihrem Wahlergebnis eine Forderung an Kubicki abgeleitet. „Wolfgang weiß jetzt, dass es 60 zu 40 steht. Er muss jetzt verbinden“, sagte sie gegenüber der Bild. Doch eine solche Rolle sieht Kubicki nicht. Auf die Frage der Tagesschau, wie er Strack-Zimmermann und ihre Anhänger für sich gewinnen will, antwortete Kubicki mit „gar nicht“. Er begründete seine Haltung damit, dass sein Ziel sei, die Wähler zur FDP zurückzugewinnen.
Bereits im parteiinternen Wahlkampf teilte Strack-Zimmermann mehrfach gegen Kubicki aus. Kurz nach der Bekanntgabe von Kubickis Kandidatur sagte sie im Tagesspiegel: „Die FDP muss von einer neuen Generation in die Zukunft geführt werden, nicht nur von alten Schlachtrössern.“ Außerdem sagte sie in Richtung Kubicki, dass jetzt „nicht die Zeit für persönliche Eitelkeiten oder späte Selbstvergewisserung“ sei.
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