Der monatelange Kampf der CDU um die Schließung des Görlitzer Parks war vergeblich. Nur drei Monate, nachdem die nächtliche Schließung des Kreuzberger Parks durchgesetzt werden konnte, hat nun das Berliner Verwaltungsgericht einem Eilantrag mehrerer Anwohner recht gegeben. Der Senat habe zu früh die Zuständigkeit für den Park an sich gezogen, heißt es in der Gerichtsentscheidung. Der Park müsse daher vorläufig wieder geöffnet werden.
Die Entscheidung wurde am Montagabend umgehend von Anhängern der Initiative „Görli zaunfrei“ gefeiert. Wie der Tagesspiegel berichtet, fanden sich Dutzende Anwohner mit Sekt- und Bierflaschen in der großen Kuhle des Parks ein. „Nicht die Drogendealer sind hier das Problem“, zitiert die Zeitung eine Anwohnerin. Diese erlebe sie als friedlich. Das größere Problem seien die Drogensüchtigen, die seit der Parkschließung vermehrt in den Seitenstraßen und Hauseingängen unterwegs gewesen waren.
Als CDU-Politiker Kurt Wansner, Alterspräsident des Berliner Abgeordnetenhauses, für ein rbb-Live-Interview den Park betritt, versammelten sich die Aktivisten um ihn herum. „Auf der Mauer, auf der Lauer sitzt der kleine Wansner“, sangen sie und sprangen um ihn herum. Manche sollen Silvesterraketen in den Himmel geschossen haben.Der Görlitzer Park in Berlin-Kreuzberg ist seit Jahren ein Kriminalitätsschwerpunkt. Allein im Jahr 2024 registrierte die Polizei 936 Straftaten, 2023 waren es 1.373 gewesen. Von den 2024 registrierten Straftaten waren 190 Gewalttaten wie Körperverletzungen und Raub. Zudem hatte es 173 Fälle von Diebstahl und 539 weitere Delikte, darunter Drogenbesitz und -handel, gegeben.
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