Die Linke definiert sich selbst als Mitte

vor etwa 1 Jahr

Die Linke definiert sich selbst als Mitte
Bildquelle: Tichys Einblick

Die bürgerliche Mitte dankt ab. Reste ihres Selbstbehauptungswillens werden skandalisiert, wie jetzt bei der Wahl der Verfassungsrichter.

Der tollkühne Auftritt der Juristin Brosius-Gersdorf bei Lanz war wohl ein Schuss ins eigene Knie. Er bestätigte nur, dass sie zur höchstrichterlichen Instanz nicht taugt. Unentwegt zieht sie sich darauf zurück, doch „Wissenschaftlerin“ zu sein. Als rechtfertige dieses Etikett irgendetwas. Das weiß man – spätestens seit Corona – besser. Brosius-Gersdorf hält allen Ernstes ihre Positionen für „gemäßigt“. Wohl nach dem Motto: Ich bin das Maß aller Dinge, also kann mein Maß nur Mitte sein.

Diese vor Selbstmitleid und Selbstgerechtigkeit triefende Insassin eines Elfenbeinturms weist auf ein über ihren Fall weit hinausreichendes Problem hin. Es hat ja einen Grund, weshalb sie ihre fragwürdigen Ansichten (zum Verbot der AfD, zur Abtreibung, zur Impfpflicht, zu einem feministischen Wahlrecht etc.) ungeniert als aus der „Mitte der Gesellschaft“ entsprungen rechtfertigt. Es ist ein Treppenwitz, wenn ausgerechnet die auf ihr Elitewesen sich berufende Professorin sich auf die banale Mitte beruft. Das soll sie auch nicht. Sonst könnte man die Urteile des Verfassungsgerichts per Volksabstimmung fällen.

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