Der Iran schließt die Straße von Hormus, die entscheidende Verkehrsader für den Ölexport aus dem persischen Golf. Diese Schlagzeile ging am Montag durch die Medien – am Ende war es zunächst nur ein Resolution des Mullah-hörigen Parlaments, keine Entscheidung des iranischen Regimes selbst.
Dennoch gingen Schockwellen durch die Finanzwelt. Man fürchtete massive Auswirkungen auf die globale Ölversorgung. Auch wenn Irans konventionelle Marine wohl ein leichtes Ziel für US-Luftschläge wäre, so hätte das Regime in Teheran dennoch viele Optionen, um die Durchfahrt durch die Meerenge für Öltanker zu riskant zu machen.
Etwa das Kapern von Tankern durch die hunderten kleinen Schnellbooten des Marine-Flügels der iranischen Revolutionsgarden, Raketenangriffe vom Land aus ebenso wie Drohnenangriffe wären möglich.
Eine ähnlich gefährliche Lage – aber auf einer weiteren Meerenge – herrscht jetzt schon im Roten Meer. Dabei hat man es da mit der Steinzeit-artigen Terrormiliz der Huthis zu tun, die nur einige halbwegs moderne Raketen haben. Wie wäre all das, wenn sich ein ganzer Staat, Irans islamischer Gottesstaat, hinter eine solche Guerilla-Blockade stellt?
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