Deutschlands verbotener Gas-Schatz: Fracking könnte den Kostendruck erheblich senken

vor etwa 2 Monaten

Deutschlands verbotener Gas-Schatz: Fracking könnte den Kostendruck erheblich senken
Bildquelle: Apollo News

Deutschland importiert teuer, was es selbst fördern könnte, und blockiert damit echte Energiesouveränität: Pipelinegas stammt heute überwiegend aus Norwegen, den Niederlanden und Belgien. Flüssigerdgas (LNG) wird vor allem aus den USA bezogen. Dabei verfügt die Bundesrepublik selbst über erhebliche Erdgasvorkommen.

Wie groß dieses bislang ungenutzte Potenzial ist, zeigt eine neue Studie. Im Auftrag der FDP-nahen Friedrich-Naumann-Stiftung hat der Geophysiker Dr. Hans-Joachim Kümpel, früherer Präsident der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe, die deutschen Schiefergasvorkommen untersucht. Sein Ergebnis: Selbst unter konservativen Annahmen ließen sich mithilfe von Fracking hierzulande über Jahrzehnte hinweg rund 20 Milliarden Kubikmeter Erdgas pro Jahr fördern.

Das entspricht etwa einem Viertel des deutschen Gasbedarfs. Derzeit decken heimische Vorkommen aus konventionellen Lagerstätten nur noch rund fünf Prozent des Verbrauchs. Vor gut zwei Jahrzehnten lag dieser Anteil noch bei etwa 20 Prozent. Fracking gilt als eine sehr effiziente Methode zur Erschließung von Erdgasvorkommen. Dabei wird ein Gemisch aus Wasser, Sand und chemischen Zusätzen unter hohem Druck in tiefe Gesteinsschichten gepresst, um feine Risse zu erzeugen und das eingeschlossene Gas freizusetzen.

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