Nach Angaben der Forschungseinrichtung der Bundesagentur für Arbeit liegt die Beschäftigungsquote ukrainischer Geflüchteter mittlerweile bei etwa 50 Prozent. Auf den ersten Blick erscheint das wie ein Erfolg. Immerhin erreichten frühere Zuwanderergruppen – etwa aus Syrien oder Afghanistan – eine vergleichbare Quote erst nach sechs Jahren Aufenthalt. Doch dieser Fortschritt relativiert sich, wenn man die Gesamtsituation betrachtet: Die allgemeine Beschäftigungsquote in Deutschland lag zuletzt bei 68 Prozent, ukrainische Geflüchtete bleiben damit deutlich darunter.
Auch die Forscher selbst sprechen von einer widersprüchlichen Entwicklung. „Das Bild, das unserer Studie zeigt, ist ambivalent“, heißt es in der Analyse der Bundesagentur für Arbeit, aus der aktuell auch die WELT zitiert. Diese Ambivalenz zeigt sich vor allem beim Leistungsbezug: Trotz wachsender Erwerbstätigkeit sind weiterhin große Teile der ukrainischen Bevölkerung auf staatliche Unterstützung angewiesen. Inzwischen leben mehr als eine Million Ukrainer in Deutschland, viele davon im Bürgergeld-System, 500.000 beziehen Sozialgeld oder ergänzende Leistungen – eine Zahl, die den Sozialstaat spürbar belastet. Immerhin beziehen die Ukrainer in Deutschland monatlich etwa 560 Euro plus Zusatzleistungen.
Das heißt: Die Versorgung kostet die Steuerzahler bis zu 280 Millionen Euro im Monat und 3,36 Milliarden Euro im Jahr.
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