Und auch das ist ein Kapitel Weltgeschichte. In Südsyrien werden den Ältesten und Klerikern der Drusen die Schnurrbärte geschnitten, um sie zu erniedrigen und ihren Widerstand gegen einen Scharia-Staat zu brechen. Einige der Stammeskämpfer tragen deshalb Scheren mit sich herum. Aber es bleibt nicht beim Bartscheren. Das Versprechen ist, dass die Drusen „in ihren Häusern geschlachtet“ werden sollen, ähnlich wie vor ihnen andere Minderheiten Syriens. Davor werden sie allerdings dazu gezwungen, über die Erde zu kriechen und bekommen die Stiefel ihrer Schlächter zu spüren. Mindestens 940 Personen sollen so schon ihr Leben eingebüßt haben. Ihre Häuser, Geschäfte und Autos wurden geplündert und in Brand gesetzt.
Der vom Interimspräsidenten Ahmed al-Scharaa verkündete Waffenstillstand ändert nichts daran. Beduinen und arabische Stammeskrieger sind weiter auf dem Kriegspfad. Die Worte des Staatsführer sind nur die Fassade für die westlichen Staaten, die mit al-Scharaa erreicht haben, was sie seit mehr als zehn Jahren beabsichtigten: Assad ist weg, alles andere scheint egal zu sein.
Was bedeutet das für Deutschland? Auf den Straßen von Düsseldorf demonstrieren bekopftuchte Frauen gegen die israelischen Operationen in Südsyrien, die sich unter anderem mit dem Schutz der dort lebenden Drusen befassten.
DRAMA IN REGENSBURG: Geiseldrama beendet! SEK nimmt Verdächtigen fest - Ein Toter | STREAM










