Die Warnung kommt ziemlich spät – vielleicht zu spät: Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche hat angesichts des anhaltenden Konflikts zwischen den USA, Israel und dem Iran erstmals offen eingeräumt, dass Deutschland bereits in fünf Wochen vor ernsthaften Versorgungsproblemen bei Benzin und Diesel stehen könnte.
Sollte der Krieg in Nahost weiter eskalieren, könnten laut Reiche schon Ende April oder im Mai Engpässe auftreten, sagte Reiche bei der aktuell stattfindenden Energiekonferenz Ceraweek in Houston im US-Bundesstaat Texas. Die MInisterin wörtlich: „Noch sehen wir keine Knappheiten beim Volumen, aber wenn der Konflikt nicht endet, rechnen wir damit vermutlich Ende April oder im Mai.“ Noch vor wenigen Tagen hatte ihr eigenes Ministerium jedoch beschwichtigt – ein Sprecher erklärte, die Versorgung mit Öl, Gas und raffinierten Produkten sei „gesichert“, es gebe „keinerlei Versorgungsengpässe“. Diese widersprüchlichen Aussagen werfen Fragen auf: Hat die Bundesregierung die Lage bisher falsch eingeschätzt – oder versucht sie, die Bevölkerung bewusst zu beruhigen?
Fest steht: Die Auswirkungen des Konflikts sind längst spürbar. Die Preise für Benzin, Diesel und Kerosin sind extrem gestiegen. Verantwortlich dafür ist vor allem die Unsicherheit auf den internationalen Energiemärkten, die durch mögliche Lieferausfälle aus dem Nahen Osten zusätzlich angeheizt wird. Besonders kritisch ist die Lage rund um die Straße von Hormus, eine der wichtigsten Handelsrouten für Öl weltweit. Bundesregierung wirkt unvorbereitet
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