Für die wertegeleitete Außenpolitik Deutschlands sind deutsche Bürger ein Unwert

vor 5 Monaten

Für die wertegeleitete Außenpolitik Deutschlands sind deutsche Bürger ein Unwert
Bildquelle: Tichys Einblick

In der Golfregion befinden sich tausende Deutsche, die durch den Krieg dort festsitzen, viele von ihnen sind akut gefährdet, insbesondere die Urlauber auf den Kreuzfahrtschiffen. Insgesamt betrifft es laut BR 30.000 Deutsche. Und was unternimmt die deutsche Regierung? Nichts. Wadephul macht sich einen schlanken Fuß, um in die Fußspuren von Baerbock zu passen. Ach, wenn es doch nur „nichts“ wäre. Für die deutschen Urlauber hat der gerade von Selenskyj zum Minister zweiter Klasse degradierte Wadephul sogar noch Hohn übrig: „Es war nicht ganz unbekannt, dass das gefährlich werden könnte.“

Für ihre Sicherheit sind die deutschen Urlauber selbst zuständig, nicht Johann Wadephul, befindet Johann Wadephul, der aber das Geld auch dieser Urlauber gern nimmt, um mittelbar davon Irans Verbündeten, die Hamas, zu finanzieren, was gern als „humanitäre Hilfe“ gecovert wird. Und dann formuliert Wadephul den Satz, der in seiner Kälte, in seiner Empathielosigkeit nur noch fassungslos macht: „Wir versorgen sie tagtäglich mindestens einmal am Tag mit Informationen über das, was möglich ist in dieser Situation.“ Wie muss man sich das vorstellen? Wir als Außenministerium tun zwar nichts dafür, um sie da raus zu holen, aber wenn ein anderes Kreuzfahrtschiff getroffen wurde, erfahren sie es von uns aus erster Hand?

Wenn US-Bürger auf Grund einer Krise in Gefahr geraten, unternimmt ihre Regierung alles, um sie nach Hause zu holen. Auch die Briten, zumindest vor Starmer, die Franzosen handeln so, die Polen, die Rumänen, die Ungarn sowieso. Und die deutsche Regierung? Es ist zynisch, billig und bigott, wenn ausgerechnet die Grünen Wadephul dafür kritisieren, dass er auch hierin treu das unternimmt, was Annalena Baerbock von den Grünen ihm vorgemacht hat. Man darf die Grünen daran erinnern, dass sich in Baerbocks Regierungsflieger kein Platz fand für deutsche Bürger, die aus Israel evakuiert werden mussten. Es hätte ja nur Baerbocks Stylistin beengt.

Nach dem 7. Oktober 2023 hatte Polen am 9. Oktober bereits 268 seiner Bürger ausgeflogen, Ungarn 215 und Rumänien 245. Polen setzte dazu eine Regierungsmaschine und zwei Militärtransportmaschinen ein. Das Regierungsflugzeug vom Typ Boeing holte 120 polnische Bürger nach Hause, unter ihnen Schüler einer Musikschule. Eine deutsche Schulklasse hingegen konnte in der Nacht vom Montag zum Dienstag nur nach Reykjavik ausgeflogen werden, nachdem die Schüler bange Stunden in den Luftschutzbunkern ihrer Gastfamilien zugebracht hatten. Möglich wurde auch das nur, weil die beiden Lehrer, die in einem Hotel untergekommen waren, mit einer isländischen Rechtsanwältin in Kontakt kamen. Über die Vermittlung der Rechtsanwältin erhielt die Schulklasse Plätze in der isländischen Maschine. Nicht durch Baerbocks famoses Ministerium.

Da die Maschine von Icelandair keine Landeerlaubnis für Israel bekam, organisierten die Lehrer in Windeseile einen Minibus und brachten ihre Schüler auf dem Landweg nach Amman. Dort gingen sie an Bord. In der Maschine warteten Mitarbeiter der isländischen Regierung und ein Arzt. Nach einer Zwischenlandung in Rom erreichte die Schulklasse am Dienstagmorgen Reykjavik. Dreist versuchte Baerbock, sich die Evakuierung, an der sie und ihr durchideologisiertes Ministerium keinen Anteil hatten, als ihr Verdienst darzustellen.

Als die Hamas und der Iran am 7. Oktober Israel angriffen und Israelis und auch deutsche Staatsbürger entführten; als auf deutschen Straßen Palästinenser Freudenfeste aufführten, da interessierte das die kalte Baerbock nicht. Ihre wertegeleitete Außenpolitik, sah „Wert“ im Dienst Selenskyjs, in der mittelbaren Finanzierung der Hamas, der Taliban und des islamistischen Regimes in Damaskus – grünideologisch als humanitäre Hilfe verklärt. Deutsche Bürger hingegen galten ihr als wertlos. Annalena Baerbock lobte stattdessen die hart arbeitende deutsche Botschaft in Israel, denn ihr gelang es tatsächlich, in harter, schweißtreibender Arbeit folgende E-Mail an die Deutschen in Israel zu formulieren:

„Liebe Landsleute, hiermit informieren wir Sie über weitere Ausreisemöglichkeiten:

1) Die für Samstag geplanten Lufthansa-Flüge werden laut aktuellen Informationen von Lufthansa nicht stattfinden.

Publisher Logo

Dieser Artikel ist von Tichys Einblick

Klicke den folgenden Button, um den Artikel auf der Website von Tichys Einblick zu lesen.

Weitere Artikel