Wir leben in einer bemerkenswerten Zeit. Wirtschaftshistoriker werden sich einmal die Köpfe darüber zerbrechen, wie es möglich war, dass sich eine erfolgreiche Wirtschaftsnation, ganz ohne Not, ohne äußeren Anlass, selbst enthauptete.
In gespenstischer Stille, ohne größeren medialen Widerhall, zieht sich die Spitze der deutschen Wirtschaft Schritt für Schritt vom Heimatstandort zurück. Nach Traditionsunternehmen wie ThyssenKrupp, BASF, Miele oder Continental setzt nun auch die Lufthansa den Rückzug vom Standort Deutschland fort.
Die deutsche Rezession, verstärkt durch den wachsenden politischen Regulierungsdruck und fiskalischen Aderlass, setzt sich im Maschinenraum der Ökonomie unübersehbar in eine veritable Mobilitätskrise um.
Bei der Deutschen Bahn kennt man das Problem. Finanzvorstand Levin Holle setzte den Ton: Es müsse „mehr Bahn mit weniger Menschen“ geschaffen werden. Klar, auch hier geht es ans Eingemachte, Fernreisen sind für viele auch mit der Bahn zu teuer geworden, die Inflation lässt grüßen. In den kommenden fünf Jahren soll die Verwaltung der Bahn um bis zu 30.000 Mitarbeiter eingedampft werden. Parallel dazu wolle die Bahn – so jüngst kolportierte, aber von der Bahn dementierte Berichte – die Sitzplatzkapazität im Fernverkehr reduzieren: Von derzeit 265.000 Sitzplätzen sollen demnach im Jahr 2036 nur noch 244.000 angeboten werden. Ältere ICE-Modelle sollen aus dem Verkehr gezogen, verschrottet oder verkauft werden.
PUTINS KRIEG: Ukraine im Wettlauf gegen die Zeit! Russen erkämpfen sich die Überhand zurück | STREAM










