Wie heißt er denn nun eigentlich? Schaumkuss, Schokokuss, oder Schokoladenballen? Gar Mohrenkopf oder Negerkuss? Eine Frage, an der sich seit Jahren die Geister scheiden, und die das kleine Gebäck, das angeblich Ende des 19. Jahrhunderts von Leipziger Bäckern erfunden wurde, mit einer aggressiv geführten Rassismus-Debatte konfrontiert, die in ihrer Heftigkeit selbst Menschen mit dunkler Hautfarbe überrascht und nicht nur für die Generation „Mohrenkopf-Brötchen“ eine politisch und ideologisch motivierte Behauptung ohne gesellschaftsrelevante Beweise darstellt.
Auch die Macher von aufgegessen.info würden das Wort Negerkuss nicht in den Mund nehmen wollen, es hat in der Tat etwas Herabwürdigendes. Doch gegen „Mohrenkopf“ kann man eigentlich nichts einzuwenden haben. Das Wort leitet sich ursprünglich von den (dunkelhäutigen) nordafrikanischen Mauren ab, jenen Berberstämmen, die auf dem Gebiet des heutigen Marokko lebten und im 8. Jahrhundert zusammen mit muslimischen Arabern große Teile der Iberischen Halbinsel eroberten. Im Laufe der Zeit wurde es auf alle dunkelhäutigen Menschen übertragen. Die „Mauren“ brachten viele kulturelle Errungenschaften der muslimischen Welt ins christliche Europa, etwa auf dem Gebiet der Medizin und Pharmazeutik. Deswegen heißen bei uns immer noch etliche Apotheken „Mohren-Apotheke“, gewissermaßen ein Qualitätssiegel.
Wir haben für Sie Mohrenköpfe unterschiedlichster Hersteller im In- und Ausland getestet, wobei nur ein Produzent, die Schweizer Firma Dubler, an der alten Bezeichnung festgehalten hat. Alle anderen Hersteller sprechen von Schokoküssen. Hauptbestandteil der wie auch immer genannten Küsse ist eine aus Zucker und Eiweiß sowie Stabilisatoren bestehende Schaummasse, die auf eine Waffelunterlage gespritzt und mit Schokolade überzogen wird. Die Schaummasse schmeckt fast immer nur mehr oder weniger süß, während es bei der Schokolade und der Waffel mitunter große Qualitätsunterschiede gibt. Mohrenköpfe oder Schokoküsse sollte man auf jeden Fall so frisch wie möglich genießen. Nach ein paar Tagen wird die Schaummasse zäh und verliert ihre fluffige Lockerheit. Im Kühlschrank sollte man sie nicht aufbewahren.
Schaumgold Schokokuss Manufaktur
Was wir aus der Manufaktur in Mülheim an der Ruhr probieren konnten, war nicht nur „erste Sahne“, sondern uneingeschränkt Champion unter den Champions. Ein erstklassiges Geschmackserlebnis, das mit dem Schoko-Duft beginnt, der bei der Öffnung der Verpackung in die Nase strömt. Ein feinaromatischer Appetizer, der verspricht, was die Qualität am Gaumen hält. Extraklasse, die besten Schokoküsse unseres Tests! Natürlich handgemacht mit frischem, luftig-leichtem Schaum aus echter Bourbon Vanille, und überzogen mit Grand-Cru-Schokolade aus Fino de Aroma Kakaobohnen (60% Kakaoanteil). Das alles gesetzt auf eine knusprige, glutenfreie Waffel, und geformt wie ein geschliffener Diamant. Passt bestens zu dem Anspruch, Schokoküsse für Gourmets zu produzieren. Die haben natürlich ihren Preis, sind es aber mit jedem Bissen wert. Unbedingt probieren!
Mischung je 3x Dunkel, Vollmilch, Weiß, 14,60 Euro Note 1 plus
Summerbird
DRAMA IN REGENSBURG: Geiseldrama beendet! SEK nimmt Verdächtigen fest - Ein Toter | STREAM










