Margot Friedländer, eine der bekanntesten Holocaust-Überlebenden, ist am Freitag verstorben. Die Nachricht über ihren Tod machte gerade die Runde, als im ZDF der Deutsche Filmpreis aus München übertragen wurde. Moderator und Komponist Igor Levit machte daraufhin den Versuch, ihr Leben in einer kurzen Ansprache zu würdigen. Dabei wandte er sich auch gegen die AfD.
Demnach mache ihr Tod einmal mehr deutlich, dass es keine Rechtfertigung dafür gebe, in diesem Land „auch nur einen Millimeter“ denen zu überlassen, die sich gegen die Erinnerungskultur wenden. Inzwischen hätte man es mit Feinden der Demokratie zu tun, „die all das, wofür Margot Friedländer 103 Jahre lebte, zerstören wollen“.
Levit zog hier jedoch keinen Schlussstrich. „Es ist, glaube ich, auch an der Zeit, auch vor Kameras aufzuhören, von der Partei zu sprechen. Sie heißt AfD und so sollte man sie auch nennen.“ In der Halle in München brach daraufhin verhaltener Applaus aus.
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