Den Gender-Studies das Geld wegnehmen?

vor mehr als 1 Jahr

Den Gender-Studies das Geld wegnehmen?
Bildquelle: Tichys Einblick

Nach Teil 1 über die absurden Auswüchse des Gender-Aktivismus und Teil 2 zur ideologischen Unterwanderung von Wissenschaft und Gesellschaft folgt nun der dritte und abschließende Teil der Serie. Im Fokus steht die Frage: Wie kann der postmoderne Irrsinn an den Wurzeln gepackt und die Wissenschaft vor weiterer politischer Vereinnahmung geschützt werden?

Wie kann man dem Treiben des postmodernen Genderstudies-Aktivismus dauerhaft Einhalt gebieten? Schließlich sind die postmodernen Gender Studies eine der wesentlichen Quellen des Unsinns, der in den letzten Jahrzehnten in den Journalismus, in Kultureinrichtungen, in das NGO-Unwesen, in politische Parteien hineingesickert ist. Ich beschränke meinen Versuch einer Antwort auf Deutschland, aber sie wäre gewiss analog auch in anderen Ländern umzusetzen. Von etwaigen rechtlichen Umsetzungsschwierigkeiten sehe ich zunächst ab, um die Richtung aufzuzeigen, in die es aus meiner Sicht gehen müsste.

Besser wäre das folgende Vorgehen: Den primär von den postmodernen Gender Studies infizierten Wissenschaftsbereichen wie der Soziologie, den Kultur- und Literaturwissenschaften, der Sozialpädagogik etc. müssten von der Deutschen Forschungsgemeinschaft fünf Jahre der universitären Selbstaufklärung und ein neuer Werturteilsstreit verordnet werden. Universitäre Selbstaufklärung bedeutet, dass – ausschließlich durch Wissenschaftler – in den betroffenen Fachbereichen all jene wissenschaftsfremde Elemente identifiziert werden, die sich in den letzten Jahrzehnten in die wissenschaftliche Arbeit eingeschlichen haben. An allen Professuren würden dann Nachweis- und Berichtspflichten eingeführt werden, die die Ausarbeitung einer Position in einem neuen Werturteilsstreit zu einer Aufgabe der jeweiligen Professur machen. Kernpunkt dieses neuen Werturteilsstreits ist die Frage: „Was wurde an Ihrer Professur, an Ihrem Forschungsbereich im letzten Semester dafür getan, Erklären und Bewerten noch besser voneinander zu trennen?“ Diese Frage zielt darauf ab, die Sensibilität für die Unterscheidung von Wissenschaft und Politik zu erhöhen: Wissenschaft ist die systematische Generierung von Erkenntnis, demokratische Politik hingegen die auf Wertentscheidungen basierende Gestaltung der Gesellschaft unter einander gleichgestellten Bürgern. Auch wissenschaftliche Mitarbeiter und Studenten hätten zu dieser Frage regelmäßig Stellung zu nehmen. Die aggregierten Berichte würden auf verpflichtenden hochschulöffentlichen Versammlungen vorgetragen und erörtert. Gemeinsam wird dann diskutiert, wie im nächsten Semester eine noch schärfere Trennung zwischen Erklären und Bewerten erreicht werden kann. Verschiedene Beschlüsse werden jeweils abgestimmt und zur Norm für das jeweils folgende Semester erklärt.

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