Gerade einmal 120.000 Euro hat das „dekoloniale Denkzeichen“ gekostet, das am 11. April im Dortmunder Hafen eingeweiht wurde: Ein spiegelnd beschichteter Baobab auf einer Kolonialwarenkiste.
120.000 Euro – das ist im Vergleich zu den Kosten anderer Projekte äußerst günstig. Schlappe 750.000 Euro etwa ließ sich Berlin sein „dekoloniales Denkzeichen“ kosten, und da sind die Kosten für Auslobung des Designwettbewerbs und Öffentlichkeitsarbeit noch nicht eingerechnet.
So sind in diesem Fall nicht so sehr die Kosten skandalös als vielmehr die Zielrichtung: Die spiegelnde Fläche des Affenbrotbaums soll, so heißt es auf der Homepage des Denkmals, „zur Selbstreflexion über koloniale Kontinuitäten einladen“, denn „nur durch Selbstreflexion kann eine echte dekoloniale Praxis entstehen.“
„Die Idee für das Denkzeichen stammt aus einem partizipativen Workshop mit jungen BIPoC im Rahmen des Projekts „how to decolonize heimat““, heißt es auf Instagram – ein von der LWL-Kulturstiftung gefördertes Projekt.
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