Liebling, ich habe die Wirtschaft geschrumpft

vor 4 Monaten

Liebling, ich habe die Wirtschaft geschrumpft
Bildquelle: Tichys Einblick

Als „Hanlons Rasiermesser“ bezeichnet man in England ein Sprichwort, nachdem hinter schlimmen Dingen viel seltener eine Verschwörung steckt und viel öfter Unfähigkeit.

Für alle, die gerne an das Gute im Menschen glauben, ist das ein tröstlicher Gedanke. Leider ist er falsch. Die Erfahrung lehrt zwar, dass galoppierende Inkompetenz oft vorkommt.

Aber böser Wille noch öfter.

Das ist die erste Prämisse jeder linken Ideologie: dass die allermeisten Menschen gar nicht wissen, was gut für sie ist.

Deshalb müssen die allermeisten Menschen erst darüber belehrt werden, was sie wirklich wollen. Natürlich von Linken, denn die haben das Licht gesehen. Volkserziehung war folgerichtig der feuchte Traum von Sozialkundelehrern schon in den 1970er-Jahren – und ist es bis heute bei Redakteurinnen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Es ist notwendigerweise der gedankliche Nullpunkt des Linksseins insgesamt.

Diese herablassende Sicht auf autonome Entscheidungen des Menschen kollidiert zwangsläufig mit jeder Idee von selbstbestimmter ökonomischer Betätigung.

In der Marktwirtschaft bestimmen ja genau diese Menschen – die von selbst doch gar nicht wissen, was gut für sie ist – darüber, was sie wollen, was sie produzieren, was sie kaufen und was sie verkaufen.

Dieses System braucht keine allwissende Priester-Kaste. Dieses System braucht keine Linken. Dieses System ist der Todfeind jedes Volkserziehers.

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