Das Kalkül hinter Trumps Gaza-Plan

vor 10 Monaten

Das Kalkül hinter Trumps Gaza-Plan
Bildquelle: Apollo News

Ein neuer Tag, ein neuer Deal, der auf dem Tisch liegt – und kaum einer glaubt wirklich, dass dieser neueste Vorschlag im nun fast zweijährigen Krieg zwischen Hamas und Israel Realität wird. Aber dennoch gibt es starke Anzeichen, dass Trumps 21-Punkte-Plan für Gaza historisch wird. Nicht jedoch, weil die Hamas ihm zustimmen wird. Danach sieht es aktuell kaum aus. Sondern aus einem ganz anderen Grund.

Aber von vorne: Beim Staatsbesuch Benjamin Netanyahus in Washington am Montag stimmte der israelische Premier jetzt Trumps jüngstem Gaza-Vorhaben zu. Trumps Plan sieht eine ganze Reihe konkreter Maßnahmen vor.

Als eine der ersten Maßnahmen sieht er tatsächlich einen Waffenstillstand und den phasenweisen Rückzug der israelischen Armee aus dem Gazastreifen vor. Aber nur, wenn die Hamas binnen 72 Stunden nach Israels Zustimmung zum Deal selbst dem Plan zusagt und alle verbleibenden israelischen Geiseln freilässt. Israel hat nun bereits zugestimmt, die Uhr tickt also.

Nachdem die Hamas alle Geiseln freigelassen hat, würde Israel mit einer deutlich größeren Freilassung palästinensischer Terrorhäftlinge beginnen, knapp 2.000 Häftlinge insgesamt, darunter 250, die zu lebenslanger Haft verurteilt wurden. Zum Vergleich: In Israel geht man davon aus, dass nur noch um die 20-30 lebende Geiseln in den Händen der Hamas sind. Solche Größenunterschiede sind aber bei Geisel-Deals zwischen Hamas-Terroristen und Israel nicht unüblich – oft ist der jüdische Staat bereit, ein Vielfaches an Terrorhäftlingen gegen eine israelische Geisel auszutauschen.

Bemerkenswert wäre vor allem der nächste Punkt: Eine völlige Amnestie für jeden Hamas-Kämpfer, der seine Waffen abgibt und dem Terror eine Absage erteilt. Zudem stünde diesen die Ausreise in ein anderes arabisches Land frei. Faktisch würde das bedeuten, dass viele der überlebenden Terroristen ungeschoren davonkämen – vorausgesetzt, sie willigen ein und beenden ihren Kampf.

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