Da versickert das deutsche Geld

vor 8 Monaten

Da versickert das deutsche Geld
Bildquelle: Tichys Einblick

Zu den Klischees über die nordeuropäischen Ländern gehört der ausufernde Sozialstaat. Eine Hängematte, in der es sich alle gemütlich machen können. Nur: Deutschland gibt noch mehr fürs Soziale aus. Das hat eine Untersuchung des Instituts der Deutschen Wirtschaft (DW) ergeben. Demnach gab der deutsche Staat im Jahr 2023 etwa 41 Prozent seiner Gesamtausgaben fürs Soziale aus. In den nordischen Ländern waren es im gleichen Jahr 40 Prozent. Im EU-Schnitt waren es 38,9 Prozent.

Deutschland spart aber auch. An seiner Zukunft. Demnach floßen nur 6 Prozent des deutschen Geldes in Investitionen. Im EU-Durchschnitt waren es 7,4 Prozent. In Skandinavien waren es 9,3 Prozent. Aber das ist nicht der einzige Sparposten. Wer künftig keine zeitgemäßen Maschinen mehr hat, braucht auch keinen, der smart genug ist, die zu bedienen. Also spart Deutschland an der Bildung: 9,2 Prozent der Gesamtausgaben investiert Deutschland in seine Köpfe. Im EU-Durchschnitt sind es 9,6 Prozent. In den nordischen Ländern 12,4 Prozent – und in Österreich und der Schweiz sind es 13,1 Prozent.

Keine Maschinen. Keine jungen Menschen, die diese Maschinen bedienen könnten. Also baut Deutschland seine Verwaltung aus: Laut IW fließen elf Prozent der deutschen Ausgaben in die Bürokratie. So viel wie in keinem anderen Nachbarland. Der Anteil der Verwaltungskosten steigt. Damit steuert Deutschland unter Kanzlern der CDU und SPD ein ganz neues Wirtschaftsmodell an: Die eine Hälfte kassiert Bürgergeld, die andere Hälfte verwaltet die Empfänger von Bürgergeld.

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