Auf der Klausurtagung der CSU im oberbayerischen Kloster Seeon soll eine umfassende sicherheitspolitische Agenda beschlossen werden, berichtet dazu die WELT. Das Papier trägt den Arbeitstitel „Seeon26″ und sieht eine weitreichende militärische Aufrüstung vor. CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann betont darin den Führungsanspruch Deutschlands: Das Land müsse Verantwortung übernehmen, um gemeinsam mit den Bündnispartnern verteidigungsbereit und abschreckungsfähig zu sein.
Konkret fordert die CSU die Beschaffung und Entwicklung eines breiten Arsenals moderner Waffensysteme, trotz der bekannten Budgetprobleme Berlins: So sollen unter anderem weitreichende Marschflugkörper, bewaffnete Drohnen mit großer Reichweite sowie günstige, präzisionsgelenkte Lenkflugkörper beschafft werden. Auch die Entwicklung eigener Hyperschallwaffen wird gefordert. Ziel sei der Aufbau eines europäischen Bestandes konventioneller Präzisionswaffen, mit denen ein potenzieller Gegner auch tief im Hinterland getroffen werden könne.
Eine zentrale Rolle spielen dabei unbemannte Systeme. Aus den Lehren des Krieges in der Ukraine folgert die CSU, die Bundeswehr müsse zu einer „echten Drohnenarmee“ werden. Vorgesehen ist die Ausstattung mit mindestens 100.000 Drohnen. Deren Wirksamkeit soll durch den Einsatz Künstlicher Intelligenz, vernetzte Führungsstrukturen sowie weltraumgestützte Aufklärung weiter erhöht werden.
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