In Shanghai hat am Wochenende die Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit, kurz SOZ, ihren Gipfel eröffnet. Chinas Staatschef Xi Jinping empfängt dort so viele Gäste wie noch nie. So traf gestern Russlands Präsident Wladimir Putin zu einem mehrtägigen Besuch in der Volksrepublik China ein. Er landete am Sonntag in der nordchinesischen Hafenstadt Tianjin und wurde mit einer Ehrengarde begrüßt – nicht so wie vor kurzem die EU-Abordnung mit Kommissionspräsidentin von der Leyen durch den Hintereingang eingelassen und auch wieder hinausgeworfen wurde.
Am Mittwoch gehört Putin dann zu den Gästen einer riesigen Militärparade in Peking, mit der an den 80. Jahrestag des Sieges über Japan und das Ende des Zweiten Weltkrieges erinnert wird.
Bereits am Samstag war der indische Regierungschef Narendra Modi in China eingetroffen. Er will seinen Besuch am Montag auch für ein bilaterales Treffen mit Putin nutzen, heißt es. Vorab telefonierte Modi nach eigenen Angaben mit dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj, um über die Friedensbemühungen im Ukraine-Konflikt zu beraten. Sie hätten sich über „die Bemühungen um die Wiederherstellung von Frieden und Stabilität ausgetauscht“, schrieb Modi am Samstag in Onlinenetzwerken über das Telefonat. Indien unterstütze „alle Bemühungen in dieser Richtung uneingeschränkt“, heißt es floskelhaft.
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