Über 17 Milliarden Euro fehlen der sozialen Pflegeversicherung schon bis 2030, danach schlägt die Alterung der Babyboomer voll zu. Um die Lücke zu schließen, schlägt Albert Stegemann, der stellvertretende Vorsitzende der Union im Bundestag, nun vor: „Wer Vermögen besitzt, muss zunächst eigenes Vermögen einsetzen, auch das Eigenheim, bevor die Gemeinschaft zahlt.“
Das mag zunächst nach Eigenverantwortung klingen, nach einer Entlastung des Steuerzahlers. Doch immer dann, wenn im Kontext staatlicher Zwangssysteme wie der Pflegeversicherung derartige Ideen herumschwirren, bedeutet das nur eines: Bestraft werden die Falschen, belohnt werden ebenfalls die Falschen. Die Pflegeversicherung wurde in den Neunzigerjahren bewusst als Teilversicherung angelegt. Doch das heißt inzwischen immer öfter: horrende Summen werden vom Steuerzahler statt der Versichertengemeinschaft ausgeglichen.
Stellen wir uns zur Verdeutlichung zwei Ehepaare mit identischem Haushaltseinkommen vor. Das eine Paar verprasst 30 Jahre lang sein Geld, gönnt sich schöne Urlaube, legt nichts zurück und ist zufrieden mit der Mietwohnung. Das andere Paar zahlt 30 Jahre lang sein Eigenheim ab, fährt einmal pro Jahr in den günstigen Campingurlaub und bemüht sich, die Gegenwart nicht auf Kosten der Zukunft zu verfrühstücken.
DRAMA IN REGENSBURG: Geiseldrama beendet! SEK nimmt Verdächtigen fest - Ein Toter | STREAM










