Jens Spahn wurde zurückgetreten. Vielleicht hat er auch nur seinen persönlichen Baby-Urlaub antreten wollen. Denn viele finden es merkwürdig, wie tölpelhaft er seinen angeblichen Meinungswandel zur Leihmutter-Frage inszeniert hat. Aber das ist nicht die drängendste politische Frage des Tages. Eher schon: Wie steht die CDU insgesamt zu dem alternativen Lebensmodell, das die Spahn-Funkes vorleben? Dazu wurde an diesem Ort schon einiges geschrieben. Aber wie steht die CDU zum Themenkomplex „Planned Parenthood“ überhaupt? Wie zum LGBT-Komplex?
Private Lebensentscheidungen sind zu respektieren. Aber wenn die öffentliche Diskussion beständig um gewisse Themen kreist, ist Vorsicht angebracht. Eine Anfrage der stellvertretenden Vorsitzenden der AfD-Fraktion Beatrix von Storch zeigt das ganze Ausmaß der Verstrickungen von Schwarz-Rot wie Ampel in den Komplex. Schon zuvor war durch eine Große Anfrage der AfD-Bundestagsfraktion bekannt geworden, dass auch die CDU-geführte Bundesregierung die International Planned Parenthood Federation (IPPF) jährlich mit zweistelligen Millionenbeträgen fördert.
Die IPPF, muss man dazu wissen, setzt sich für „Gleichstellung“ weltweit ein, die „intersektional, feministisch, antirassistisch“ sei. Und dazu gehöre das Recht auf eine „sichere Abtreibung“ für alle. Das gießt man auch in den Satz, dass „sexuelle und reproduktive Rechte … universelle Menschenrechte“ wären – eine bekannte Formel von Abtreibungsbefürwortern, die dabei die Rechte des ungeborenen Kindes geflissentlich übersehen. Das Geld fließt über das Bundesentwicklungsministerium (BMZ) von Reem Alabali Radovan, die freilich schon längst als Abtreibungsbefürworterin bekannt ist.
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