Bundeswehr-Brigade Litauen: Warum fehlen noch einige tausend Freiwillige?

vor 5 Monaten

Bundeswehr-Brigade Litauen: Warum fehlen noch einige tausend Freiwillige?
Bildquelle: Tichys Einblick

Auf dem NATO-Gipfel im Juli 2023 in Vilnius/Litauen beschlossen die NATO-Alliierten in Konsequenz auf den Überfall Russlands auf die Ukraine vom 24. Februar 2022, die Ausgaben für Verteidigung massiv zu erhöhen und die Truppenpräsenz an der europäischen NATO-Ostflanke gemeinsam zu verstärken. Beschlossen wurde konkret die Einrichtung von acht multinationalen Kampfgruppen („Battlegroups“):

Bereits seit dem Beitritt Estlands, Lettlands und Litauen zur NATO im Jahr 2004 hatten die Luftstreitkräfte von NATO-Mitgliedsländern die Luftraumüberwachung (Baltic Air Policing) über dem Baltikum und der Ostsee übernommen. Hier wechseln sich NATO-Staaten regelmäßig ab: Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Italien, Frankreich, Großbritannien, Norwegen, die Niederlande, Polen, Portugal, Rumänien, Spanien, Tschechien, die Türkei, die USA, Ungarn sowie nach deren Beitritt zur NATO Finnland (2023) und Schweden (2024/2025).

Der Zeitplan für die Stationierung der Brigade Litauen war relativ großzügig bemessen, streckt er sich doch über mehr als vier Jahre: 2023 fiel die Entscheidung, 2024 wurde ein Vorkommando auf den Weg gebracht, 2025 begann die Truppenverlegung, 2026 ist die Integration in die Battlegroup Lithuania geplant, 2027 soll die volle Einsatzbereitschaft erreicht sein. Dann sollen an zwei Standorten in Litauen 5.000 Bundeswehrangehörige sein – ausgestattet mit 2.000 Militärfahrzeugen, unter anderem in drei Kampftruppenverbänden. Wann man sich vergegenwärtigt, was seit Februar 2022 an russischen und ukrainischen Truppenbewegungen stattfindet, eigentlich nur „peanuts“.

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