Bereits 2022 hatte Deutschland 35 Maschinen bestellt – zum Stückpreis 237 Millionen Euro mit Wartungs-, Infrastruktur- und Ausbildungskosten. Offiziell bestätigt ist der mögliche Nachkauf noch nicht. Doch mehrere mit den Vorgängen vertraute Personen sprechen laut Reuters von konkreten Überlegungen. Hinter den Kulissen geht es um weit mehr als nur eine Ergänzungsbeschaffung: Es geht um die strategische Ausrichtung der deutschen und europäischen Rüstungspolitik.
Der neue Schub für US-Jets fällt in eine Phase, in der das deutsch-französische Zukunftsprojekt Future Combat Air System (FCAS) massiv ins Wanken geraten ist. Das milliardenschwere Vorhaben sollte Europas Antwort auf amerikanische und chinesische Rüstungstechnologie sein, also ein Symbol für strategische Autonomie und industrielle Souveränität. Doch Differenzen zwischen Airbus und Dassault Aviation über Führungsansprüche und Zuständigkeiten blockieren das Projekt.
Statt einer gemeinsamen europäischen Lösung rückt nun erneut US-Technologie in den Vordergrund. Es ist ein politisches Signal: Wenn Deutschland weitere F-35 beschafft, könnte das faktisch das Ende eines eigenständigen europäischen Kampfflugzeugs besiegeln.
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