Gleich zu Beginn wird der Ton gesetzt, als Robert Habeck beim Spiegel-Spitzengespräch im Berliner Admiralspalast auftritt. Moderator Markus Feldenkirchen sagt, dass Habeck für die einen der „schlechteste Wirtschaftspolitiker aller Zeiten“ sei und für die anderen der „beste Bundeskanzler, den Deutschland nie hatte“. Großer Applaus aus dem Publikum. „Da haben Sie schon einmal ganz klar gemacht, wo die Sympathien heute Abend verteilt sind“, kommentiert der Moderator. Gelächter.
Begeisterte Pfiffe und lauer Applaus, als Robert Habeck die Bühne betritt. Er scheint den Empfang sichtlich zu genießen. „Ich hatte keinen Plan für danach“, sagt er in Bezug auf die Bundestagswahl 2025. Denn er habe diese Wahl gewinnen wollen. Im Laufe des Gesprächs wirkt der frühere Vizekanzler immer wieder angefasst, beispielsweise als Feldenkirchen mit einem Spiel über Zitate berühmter Philosophen beginnt.
„Philosophie ist nicht Zitateabfragen“, moniert Habeck, der auch einen Doktortitel in Philosophie hat. Dabei verweist er im Gespräch selbst an einer Stelle auf den italienischen Philosophen Antonio Gramsci, der davon gesprochen habe, dass die alte Welt im Sterben liege und die neue im Entstehen sei und diese Übergangszeit eine „Zeit der Monster“ sei.
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