Regelungswut schwächt Wirtschaftsleistung: Arbeitszeit und Umsatz fallen Bürokratie zum Opfer

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Regelungswut schwächt Wirtschaftsleistung: Arbeitszeit und Umsatz fallen Bürokratie zum Opfer
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Die wachsende Bürokratie in Deutschland stellt Unternehmen vor immer größer werdende Herausforderungen. Die umfangreichen Berichts-, Dokumentations- und Meldepflichten belasten nicht nur finanzielle, sondern auch personelle Ressourcen und beeinträchtigen damit die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen.

Eine aktuelle Umfrage des Ifo-Instituts unter Führungskräften deckt alarmierende Zahlen auf: Mehr als ein Fünftel, konkret 22 Prozent, der Arbeitszeit von Angestellten entfällt mittlerweile auf die Bewältigung bürokratischer Aufgaben. Dieser immense Aufwand bindet wertvolle personelle Ressourcen, die der eigentlichen Wertschöpfung entzogen werden.

Die befragten 437 Manager sehen die Hauptursache für den wachsenden Zeitaufwand in den immer umfangreicher werdenden Berichts-, Dokumentations- und Meldepflichten. Zudem sei die Komplexität gesetzlicher Vorgaben in den letzten zehn Jahren erheblich gestiegen. Knapp 75 Prozent der Befragten bewerten die Praxistauglichkeit und Umsetzbarkeit neuer Gesetze als „schlecht“ oder sogar „sehr schlecht“.

Eine aktuelle Statistik der Bundesregierung aus dem Februar 2024 offenbart einen besorgniserregenden Trend: Sowohl die Zahl bundesrechtlicher Gesetze als auch die der Einzelnormen ist in den letzten Jahren stark angestiegen. Laut der von der Nachrichtenagentur dpa veröffentlichten Aufstellung zeigt sich eine deutliche Zunahme der Regelungsdichte. Am 1. Januar 2014 galten noch 1.671 Gesetze mit 44.216 Einzelnormen, während es zu Beginn dieses Jahres bereits 1.792 Gesetze mit insgesamt 52.155 Einzelnormen waren. Das entspricht einem Anstieg der Einzelnormen um über 17 Prozent.

Besonders stark belasten einige der jüngst eingeführten Vorschriften die deutschen Unternehmen. Ein prägnantes Beispiel hierfür ist das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz. Es verpflichtet Unternehmen, ihre gesamten Lieferketten auf absurdeste Weise nach Menschenrechts- und Umweltstandards zu überprüfen: Gerade für kleinere Unternehmen wird dies schnell zu einer kaum zu bewältigenden Herausforderung.

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