In Louisiana entsteht in den kommenden Jahren das größte Rechenzentrum der Welt: Mit dem Project Hyperion plant der Betreiber „Meta“ (ehemals Facebook) bis 2030 ein KI-Datenzentrum mit einer Gesamtrechenleistung von zwei Gigawatt in Betrieb zu nehmen. Auf einer 2.000 Hektar großen Fläche in der Nähe von Richland Parish soll die Kapazität dann schrittweise auf bis zu fünf Gigawatt erweitert werden. Das Areal wird laut CEO Mark Zuckerberg etwa ein Viertel der Fläche Manhattans einnehmen – ein Mega-Projekt, das bislang ein Investitionsvolumen von bis zu zehn Milliarden US-Dollar verschlungen hat.
Zusätzlich baut Meta weitere KI-Cluster wie „Prometheus“ (1 Gigawatt), um die Rechenkapazitäten für die sogenannten „Superintelligence Labs“ signifikant zu erhöhen. Hyperion und Prometheus bilden das Fundament von Metas Strategie, sich technologisch gegen Konkurrenten wie OpenAI, Google DeepMind und Anthropic durchzusetzen – eine inner-amerikanische Angelegenheit sozusagen. In Amerika ist eine neue Gründerzeit angebrochen. Diesmal dreht sich alles um den Rohstoff der Ökonomie von morgen: Um Daten und deren effiziente Steuerung.
Offene Märkte und ein innovationsfreundlicher Regulierungsrahmen haben die mächtige und dynamische amerikanische Investitionsmaschine in Gang gesetzt. Einmal ins Rollen gebracht, fällt es schwer, mit ihr Schritt zu halten. Mit derzeit über 5.400 Anlagen und rund 58 Gigawatt installierter Leistung haben sich die Staaten die Pole-Position im internationalen Wettbewerb strategisch gesichert. Über 50 Prozent der weltweiten Rechnerkapazitäten sind damit „Made in USA“ – ein geostrategisches Pfund im Falle einer Infrastruktur, die in den kommenden Dekaden einen erheblichen Anteil an der Erwirtschaftung und Verteilung des Wohlstands der Nationen haben wird.
Rechenzentren bilden das Rückgrat der modernen Industrie und ihrer Wertschöpfungsketten. Sie versorgen Banken, Krankenhäuser und Fabriken mit digitaler Rechenleistung – und dies rund um die Uhr. Eine moderne Ökonomie wäre ohne sie nicht mehr vorstellbar: Zahlungsverkehr, Logistik, Stromhandel, Kommunikation – Produktivität entsteht heute nicht mehr durch Maschinen allein. Datenströme der Künstlichen Intelligenz, Cloudspeicher und vernetzte Systeme steigern die Effizienz in allen Sektoren des Wirtschaftslebens.
Besonders datenintensiv sind hierbei die Schlüsseltechnologien der nahen Zukunft wie das autonome Fahren, vollautomatisierte Fabriken oder KI-Diagnostik, um nur einige wenige populäre Anwendungsbereiche zu nennen.
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