Der Green Deal ist das größte fiskalpolitische Projekt Europas seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Zugleich stellt er den massivsten Eingriff in das Design der nationalen Energiemärkte dar. Er ist der grell ausgeleuchtete Beweis dafür, dass zentral geplante Ökonomien vor allem eines hervorbringen: künstliche Knappheit und ökonomischen Niedergang. Für die Brüsseler Bürokratie erscheint der Green Deal als prometheischer Akt, für Steuerzahler, Unternehmer und all jene mit klarem Blick auf ökonomische Realitäten hingegen als zivilisatorische Katastrophe.
Die politische Triebkraft der sogenannten grünen Transformation war von Beginn an Deutschland. In keinem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union hat man sich mit vergleichbarem Enthusiasmus auf ein funktionierendes, eingespieltes System der Energieerzeugung und -verteilung gestürzt wie in der Bundesrepublik. Nirgendwo verfingen die Erzählungen vom „brennenden Planeten“ im Zusammenhang mit CO₂-Emissionen so nachhaltig wie hierzulande.
Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag schätzt, dass zu den bereits investierten Billionen, die buchstäblich in eine grüne Umverteilungsmaschine gelenkt wurden, weitere 5,4 Billionen Euro hinzukämen, um bis zum Jahr 2045 eine emissionsfreie Ökonomie allein in Deutschland zu errichten. Die Wirtschaft dürfte dann in der Tat emissionsfrei operieren, weil es unter diesen Umständen keinerlei nennenswerte Industrieproduktion in Deutschland mehr geben kann. Ein großer Erfolg für die De-Growth-Religion.
Im kommenden EU-Haushalt sollen zusätzlich rund 700 Milliarden Euro an Subventionen für die europäische grüne Günstlingswirtschaft bereitgestellt werden. Ein Hasardeurakt, der an seinen eigenen Ansprüchen zwangsläufig scheitern muss, aber diejenigen finanziell in die Stratosphäre katapultiert, die die Klaviatur der Fördermittellogik zu spielen wissen.
Aus der Sicht der von der Wertschöpfungserzeugung entkoppelten Bürokratie handelt es sich hierbei lediglich um Zahlenspiele, Verteilungsfragen, die zur Not mit dem Gelddrucker zu lösen sind. Ein wiederkehrendes Phänomen sozialistischer Systeme, die in ihrem Abstieg immer dazu neigen, die Komplexität des realen Lebens in Funktionen mit maximal zwei Variablen herunterzubrechen. Es fehlen Kreditmittel? Kein Problem, die staatliche Förderbank begibt eine neue Anleihentranche – die Haftung übernimmt der Steuerzahler, der zu diesem Desaster weder befragt, noch über den Fortgang des Projekts korrekt in Kenntnis gesetzt wurde.
DRAMA IN REGENSBURG: Geiseldrama beendet! SEK nimmt Verdächtigen fest - Ein Toter | STREAM










