Deutschlands Solar-Offensive bringt das Stromsystem zunehmend an seine Grenzen. An sonnigen Tagen mit geringer Nachfrage – zuletzt am Sonntag – flutete so viel Solarstrom ins Netz, dass die Preise an der Börse auf minus 480 Euro pro Megawattstunde abstürzten. Strom musste mit Geld „entsorgt“ werden.
Fatale Folge: Netzbetreiber machen Verluste, die am Ende der Steuerzahler ausgleicht. Allein an einem Tag könnten so Millionenbeträge im zwei- bis dreistelligen Bereich angefallen sein – während Betreiber älterer Anlagen weiter voll vergütet werden.
Ursache ist der massive Ausbau: Mittlerweile stehen in Deutschland rund 120 Gigawatt Solarleistung bereit – das Stromnetz ist aber nur für etwa 80 Gigawatt ausgelegt. Speicher und Steuerung halten mit dem Tempo nicht Schritt.
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