Einen Beitrag und ein Interview mit Hauptstadtkorrespondent Matthias Deiß bietet die Tagesschau am 7. August auf, um ihre Zuschauer über den Rückzug von Frauke Brosius-Gersdorf zu informieren.
Vier Minuten und 45 Sekunden, in denen mit keinem Wort erwähnt wird, welche die problematischen Positionen der SPD-Kandidatin für das Amt einer Verfassungsrichterin sind, noch, was sie schließlich zu Fall brachte: Die Plagiatsvorwürfe, die sich, ursprünglich fadenscheinige Ausrede der CDU-Fraktion, im Laufe der Zeit erhärteten, bis die Juristin die Kandidatur nicht mehr aufrechterhalten konnte.
Stattdessen Geraune über „Plattformen“, denen die CDU-Abgeordneten mehr Glauben geschenkt hätten als „ihren Fachpolitikern“, so Sonja Eichwede, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD. Aus dem Off wird die Richtung vorgegeben: „Die nächste Kampagne von rechts rollt bereits.“
Der Zuschauer wird darauf eingeschworen, Vorbehalte gegen Ersatzkandidaten und natürlich gegen die zweite SPD-Kandidatin, Ann-Katrin Kaufhold, von vornherein als rechte Verschwörung zu betrachten.
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