Die „Omas gegen Rechts“ warnen vor möglichen Folgen eines AfD-Wahlsiegs in Sachsen-Anhalt für das Bildungswesen. In einem offenen Brief an die Bildungsminister der Länder fordert die Initiative, vor der Landtagswahl am 6. September Vorkehrungen gegen Eingriffe in Schule und Unterricht zu treffen. Die AfD ist einer absoluten Mehrheit im Landtag nach der jüngsten INSA-Erhebung für Nius sehr nahe: Rechnerisch käme sie derzeit auf 41 von 83 Sitzen, für eine eigene Mehrheit wären 42 Mandate nötig.
Ein AfD-Wahlsieg hätte auch für das Bildungswesen „unvorstellbare Konsequenzen“, heißt es laut epd in dem am Donnerstag veröffentlichten Schreiben. Auf der Bildungsministerkonferenz der Kultusministerkonferenz am 11. und 12. Juni in Bayern müsse sichergestellt werden, dass die AfD die Bildungspolitik in Sachsen-Anhalt nicht „radikal umgestalten“ und zur „Indoktrination der jungen Generation“ nutzen könne.
„Lassen Sie nicht zu, dass die AfD in Sachsen-Anhalt Schulleitungen und Lehrkräfte einschüchtern, Bildungspläne beliebig ändern und ihr unliebsame Themen einfach streichen kann“, heißt es dem Bericht zufolge in dem Appell. Die Initiative nennt dabei insbesondere den Geschichtsunterricht, die Demokratiebildung und die Sexualkunde.
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