Bosbach-Affäre: Steckt ein Ex-Mitarbeiter hinter den Anschuldigungen?

vor 11 Monaten

Bosbach-Affäre: Steckt ein Ex-Mitarbeiter hinter den Anschuldigungen?
Bildquelle: Apollo News

Vor wenigen Wochen sorgte ein möglicher Korruptionsskandal in der nordrhein-westfälischen CDU für Aufsehen. Im Mittelpunkt steht die Bundestagsabgeordnete Caroline Bosbach, Tochter des bekannten CDU-Politikers Wolfgang Bosbach. In mehreren Medienberichten wurde ihr vorgeworfen, Parteigelder veruntreut und sich bei einer Wahl 2023 Stimmen erkauft zu haben. Bosbach weist die Anschuldigungen entschieden zurück. Eine Recherche der Rheinischen Post offenbart nun, dass es sich bei den Vorwürfen um eine Schmutzkampagne handeln könnte.

Nach Schilderungen mehrerer CDU-Mitglieder aus Köln und dem Rheinisch-Bergischen Kreis gegenüber der Rheinischen Post gehen die Vorwürfe auf einen ehemaligen Vertrauten Bosbachs zurück. Der Mann, selbst kein Mandatsträger, war über Jahre in der politischen Szene aktiv und arbeitete zeitweise auch mit Parteibuch. In internen Chatnachrichten, eidesstattlichen Versicherungen und einer Strafanzeige wird ihm vorgeworfen, manipulativ vorzugehen und Drohungen einzusetzen.

Ein ehemaliger Wahlkampfhelfer berichtet, der Mann habe gesagt: „Dann zerstöre ich sie“, falls er nach Bosbachs Einzug in den Bundestag keine Stelle erhalte. Bosbach bestätigte gegenüber der Rheinischen Post, dass sie dem Mann nach ihrer Wahl einen Posten in Aussicht gestellt habe: „Da er sehr engagiert war, habe ich mir schon früh im Wahlkampf vorstellen können, dass er im Falle meiner Wahl zur Bundestagsabgeordneten zu meinem Team gehören könnte“. Man war sich „schnell einig“, so Bosbach weiter.

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