Boris Pistorius: der Überschätzte

vor 2 Monaten

Boris Pistorius: der Überschätzte
Bildquelle: Tichys Einblick

Shooting Star: So hat Dieter Thomas Heck, Gott hab‘ ihn selig, in seiner „ZDF-Hitparade“ immer Schlagersänger genannt, die in den Charts kometenhaft aufgestiegen waren. Die Älteren erinnern sich.

Im Januar 2023 hat auch Deutschlands Bundesregierung einen solchen Shooting Star. Da betritt Boris Pistorius die Bühne – und startet sofort durch: Auf Anhieb erobert der neue Verteidigungsminister Platz Eins in der Rangliste der „beliebtesten“ Politiker des Landes.

Diesen Platz an der Umfrage-Sonne hat er seitdem verteidigt.

Das liegt nicht an seinen politischen Erfolgen, denn die gibt es nicht. Es liegt auch nicht an seinem einnehmenden Wesen, denn das hat er nicht. Es liegt an einer ausgeprägten niedersächsischen Ruchlosigkeit, gepaart mit einem durchaus bemerkenswerten Talent für Auftritte vor Publikum.

Sobald man sich etwas näher mit dem Mann hinter der öffentlichen Figur beschäftigt, wird aus dem sympathischen Kerl blitzschnell ein höchst dubioser Schauspieler.

Der 61-jährige gebürtige Osnabrücker entstammt einer sozialdemokratischen Politiker-Dynastie.

Schon seine Mutter war Landtagsabgeordnete für die SPD. Er selbst trat mit gerade mal 16 in die Partei ein. Nach seinem Jura-Studium hat er genau ein halbes Jahr lang als Rechtsanwalt praktiziert. Den gesamten Rest seines Lebens verbringt er seitdem im Staatsdienst und/oder als Berufspolitiker.

Als Beamter war er erst Persönlicher Referent des niedersächsischen Innenministers, dann Vize-Leiter des Ministerbüros, dann Dezernatsleiter der Bezirksregierung Weser/Ems. Direkt danach war er als Politiker erst Oberbürgermeister von Osnabrück und dann Innenminister von Niedersachsen.

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