Das einzige, was boomt in der deutschen Wirtschaft, ist der Cannabis-Markt

vor 5 Monaten

Das einzige, was boomt in der deutschen Wirtschaft, ist der Cannabis-Markt
Bildquelle: NiUS

„Wann Bubatz legal?!“ Das war eine der wichtigsten Fragen für die alte Ampel-Regierung. Der Cannabis-Markt sollte legalisiert werden. Wurde er dann auch 2024. Offiziell ging es immer darum, gegen den „Schwarzmarkt“ vorzugehen und den Konsum von Cannabis zu „entkriminalisieren“.

Was jetzt herausgekommen ist, ist ein neuer Markt mit ganz eigenen Regeln und bemerkenswerten Praktiken. Und ein Markt, der in Deutschland geradezu boomt. Verfünffachte Umsätze und Wachstumsraten von 3.000 Prozent sucht man in der deutschen Wirtschaft sonst vergebens. Aber: Ob das alles so geplant und gedacht war? Da kommen selbst der Politik so langsam Zweifel …

Innerhalb von fünf Minuten und mit wenigen Klicks: Was noch vor zwei Jahren einen Gang in einschlägige Parks oder dunkle Ecken erfordert hätte, lässt sich heute bequem vom heimischen Sofa aus erledigen. Immer mehr Menschen in Deutschland ordern Marihuana und Cannabis mittlerweile legal online. Per Rezept und in Apothekerqualität. Seit Deutschland vor zwei Jahren die Cannabisgesetze liberalisierte, sind sogenannte „Online-Telemedizinplattformen“ wie Cannadoc24 und Weed.de zur bevorzugten Quelle für Käufer geworden, die sich offiziell als Patienten registrieren lassen.

Der Markt für „Bubatz“, wie Cannabis, Gras & Co. auf Jungdeutsch so schön heißt, ist eine der wenigen Branchen in Deutschland, die kontinuierlich boomt und wächst.  Aus den neuen Online-Vertriebswegen ist mittlerweile eine Milliardenindustrie entstanden. Die Importe von medizinischem Cannabis stiegen von 32 Tonnen im Jahr 2023, dem letzten vor der Liberalisierung, auf geschätzte 192 Tonnen im Jahr 2025. Das ist mehr als das Fünffache! Der Umsatz kletterte laut dem Bundesverband pharmazeutischer Cannabinoidunternehmen von fast 1 Milliarde Euro im Jahr 2024 auf rund 2 Milliarden Euro im Jahr 2025. Spezialisierte Online-Apotheken bieten ihren Kunden inzwischen ganze „Menüs“ an, die sich auch in Amsterdam locker sehen lassen könnten.

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