Alaska-Gipfel – die Topwetten der Börsen-Gurus

vor 11 Monaten

Alaska-Gipfel – die Topwetten der Börsen-Gurus
Bildquelle: Tichys Einblick

Die Hoffnungen an den Finanzmärkten waren groß, was das Gipfeltreffen von US-Präsident Donald Trump mit Russlands Präsident Wladimir Putin betrifft, auch wenn Trump sich in der Vermittlerrolle sieht und das Treffen als eine Art Vorstufe für ein potenzielles zweites Treffen darstellte. Greifbare Ergebnisse gab es am Samstagmorgen mitteleuropäischer Zeit tatsächlich nicht, als die beiden in Alaska vor die Presse traten und sich sehr bedeckt gaben. Wer es positiv sehen will: Es gab auch keine Enttäuschungen oder verhärteten Positionen, die am Montag den Markt belasten könnten.

Die Börsianer hatten am Freitag wohl mit einem solchen Ergebnis gerechnet; denn aus ihrer anfänglichen Rekordlaune war am Ende Zurückhaltung geworden. Standardwerte präsentierten sich am Freitag in etwas besserer Form als Technologie-Aktien. Der Leitindex Dow Jones Industrial hatte zum Börsenstart seine acht Monate alte Bestmarke deutlich übertroffen und bis auf fast 45.204 Zähler zugelegt. Zum Handelsschluss war mit plus 0,1 Prozent beim Stand von 44.946 Punkten von dem Gewinn fast nichts mehr übrig. Auf Wochensicht verzeichnete der Dow aber einen Aufschlag von 1,7 Prozent. Die Aktien des Krankenversicherers United Health waren am Freitag im Dow mit einem Plus von zwölf Prozent der stärkste Wert. Hintergrund waren umfangreiche Aktienkäufe durch die Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway.

Auch der marktbreite S&P 500 hatte zum Börsenbeginn ein Rekordhoch erreicht, ehe er ins Minus drehte und 0,3 Prozent schwächer auf 6.450 Punkten schloss. Die Woche brachte einen Zuwachs von knapp ein Prozent. Für den technologielastigen Nasdaq 100 ging es zum Wochenschluss um 0,5 Prozent auf 23.712 Punkte nach unten. Das Barometer hatte vor zwei Tagen einen Höchststand erklommen. Der Wochengewinn beläuft sich auf 0,4 Prozent.

Am Freitag belasteten Kursverluste von gut 14 Prozent der Papiere von Applied Materials den Tech-Sektor und zogen vor allem Chipwerte nach unten. Der Chipindustrie-Ausrüster hatte mit seinem Ausblick enttäuscht. Im Sog von Applied Materials rutschten auch Lam Research und KLA um 7,3 beziehungsweise 8,4 Prozent ab. Für die Aktien des gebeutelten Chipkonzerns Intel ging es hingegen um 2,9 Prozent nach oben. Ein möglicher Staatseinstieg sorgt hier nach wie vor für Fantasie, die dem Kurs am Vortag schon kräftig Schub gegeben hatte. Für Anleger werde Intel vorerst wieder eine Hoffnungsaktie, schrieb Analyst Stacy Rasgon von Bernstein.

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