Wir haben doch keinen Platz für Flüchtlingsheim – wegen „Naturschutz“

vor 5 Monaten

Wir haben doch keinen Platz für Flüchtlingsheim – wegen „Naturschutz“
Bildquelle: Tichys Einblick

In Pankow wird seit Jahren um eine Flüchtlingsunterkunft gestritten, Ecke Ossietzkystraße und Am Schlosspark. Es geht offiziell um Bäume, Innenhöfe, Grünflächen, Spielflächen. Vordergründung. Es geht aber tatsächlich darum, dass ein Projekt, das man politisch gern überall fordert, im eigenen Kiez plötzlich als Zumutung gilt.

Die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft Gesobau hat nun vor Gericht die nächste Niederlage kassiert. Das Verwaltungsgericht Berlin wies ihren Eilantrag gegen eine Untersagungsverfügung des Bezirksamts Pankow zurück. Die Gesobau wollte Baumfällungen freibekommen, um bauen zu können. Der Druck ist hoch, denn laut BUND endet die Fäll Saison in wenigen Wochen. Vor Beginn der Vegetationsperiode, heißt es, seien Fällungen ausgeschlossen.

Der BUND Berlin feiert das Urteil mit einer Wortwahl, die man sonst eher bei Straßenblockaden hört. Gesobau versuche seit Jahren, mit „rechtlich nicht tragfähiger Rambo Mentalität“ lauter „überdimensionierte Baupläne“ in den grünen Innenhöfen durchzuziehen, sagte Geschäftsführerin Gabi Jung. Das klingt nach David gegen Goliath. Es klingt auch nach dem vertrauten Berliner Muster: Staatsunternehmen und Senat wollen, Bezirk und Verbände bremsen, am Ende frisst die Stadt sich selbst auf.

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