DDR-Geschichte soll im Lehrplan wegfallen können

vor 6 Monaten

DDR-Geschichte soll im Lehrplan wegfallen können
Bildquelle: Tichys Einblick

Berlin mal wieder! Was funktioniert dort überhaupt noch außer dem Christopher Street Day und der Einführung eines Internationalen Tages gegen Islamfeindlichkeit? Wahlen? Staatsfinanzen? Schutz der kritischen Infrastruktur? Aufdeckung linksterroristischer Anschläge? Der ÖPNV kränkelt ohnehin, Brücken sind einsturzgefährdet. Dazu Parallelgesellschaften, ausufernde Kriminalität usw.

Und dann erst das Berliner Bildungsniveau: In Studien über die Schulleistungen von Viertklässlern teilt sich Berlin mit Bremen im Vergleich aller 16 deutschen Länder die Rote Laterne in den Fächern Deutsch und Mathematik.

Nun will das Berlin mit einer für Bildung zuständigen CDU-Senatorin Katharina Günther-Wünsch, zugleich Lebensgefährtin und Tennispartnerin des „Regierenden“ Kai Wegner (CDU), auch noch die Ansprüche in der historischen Bildung herunterfahren. Konkret soll die Geschichte der DDR nicht mehr Pflichtgegenstand in der Oberstufe sein. Nach den Plänen der Bildungsverwaltung soll Geschichte hier künftig nur noch in den ersten beiden Kurshalbjahren verbindlich belegt werden müssen. Die beiden späteren Kurshalbjahre, in denen im Berliner Lehrplan die deutsche Teilung, die DDR und im Anschluss Erinnerungskultur und Aufarbeitung verankert sind, würde viele Schüler dann gar nicht mehr erreichen. NS und Weimarer Republik bleiben dagegen im Pflichtteil der ersten beiden Halbjahre abgesichert. Deutsche Teilung und DDR sind curricular indes nicht mehr verbindlicher Stoff. Das Ganze auf einer ohnehin wackeligen Basis in der Mittelstufe. Dort ist das Fach Geschichte ohnehin oft nur einstündig, oder es wird in Fächerverbünden erteilt.

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