Ein digitaler Knotenpunkt für den internationalen Fernverkehr sollte Stuttgart 21 werden – geblieben ist eine Dauerbaustelle mit mindestens 12 Jahren Verspätung und Mehrkosten in Milliardenhöhe. Nach einer Recherche des SWR soll der neue Stuttgarter Tiefbahnhof wohl erst im Dezember 2031 vollständig in Betrieb gehen. Die Stuttgarter Zeitung geht sogar erst von einer Inbetriebnahme im Jahr 2032 aus. Schuld sind dem Bericht zufolge Probleme mit der Notstromversorgung, Baumängel und vor allem Fehler bei der Digitalisierung.
Es ist nicht die erste Verzögerung des Großprojekts. Der Bau begann 2010, fertig sein sollte der Bahnhof ursprünglich bereits 2019 – die „21“ im Namen verweist dabei nicht auf ein Eröffnungsjahr, sondern auf ein Modernisierungsprogramm für das 21. Jahrhundert. Aus 2019 wurde zunächst 2024, dann schließlich Dezember 2026. Erst im November vergangenen Jahres kassierte die Bahn auch diesen Termin. Mit der nun bevorstehenden Inbetriebnahme Ende 2031 summiert sich die Verspätung auf insgesamt zwölf Jahre.
Ähnlich deprimierend verlief auch die Kostenentwicklung: Ursprünglich wurden für das Großprojekt noch Kosten in Höhe von 2,5 Milliarden Euro veranschlagt. Inzwischen beziffert die Bahn das Vorhaben mit seinen vier neuen Bahnhöfen, rund 56 Kilometern Tunneln und 42 Brücken auf rund 11,3 Milliarden Euro – also auf mehr als das Vierfache der ursprünglichen Planung.
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