Bei Illner: Wird der Wehrdienst zum Roulette?

vor 9 Monaten

Bei Illner: Wird der Wehrdienst zum Roulette?
Bildquelle: Tichys Einblick

Als es in Deutschland noch eine aktive Wehrpflicht gab, hieß der Verteidigungsminister Karl Theodor zu Guttenberg, der Papst war Bayer und deutscher Meister wurde der BVB. Im Jahr 2011 wurde die Wehrpflicht im Deutschen Bundestag ausgesetzt. Aktuell plant die Politik, sie wieder zu aktivieren, zumindest etwas in diese Richtung. Die Debatte in den letzten Tagen hat dem wichtigen Ansinnen der Politik, Deutschland wieder verteidigungsfähig zu machen, sicherlich nicht geholfen. Die wackelnde Koalition hatte sich in groben Zügen auf einen zunächst freiwilligen Wehrdienst geeinigt, der um eine Art Roulette-Faktor ergänzt werden sollte, falls sich der Ansturm junger Wehrdienstleistender in Grenzen halten sollte. Doch Verteidigungsminister Boris Pistorius legte sein Veto ein und es kam keine Einigung zustande.

Auch bei Maybrit Illner steht an diesem Donnerstag alles im Zeichen der Wehrdienst-Debatte. Es ist eine der interessanteren Talkrunden. Ist das Thema Wehrdienst doch sehr brisant. Geladener Gast ist unter anderem Bundesinnenminister Alexander Dobrindt von der CSU. Dieser äußert sich in der Sendung zuversichtlich, dass es zu einer Einigung kommt. Großen Streit und Zoff gibt es in der Runde kaum. Vielmehr sind alle Gäste in Sorge über die Sicherheit der Bundesrepublik.

Die friedlichen Zeiten scheinen für die Politik der Vergangenheit anzugehören. Denn zurzeit beschäftigen sich Regierung und Parlament mit dem Wehrdienst. Innerhalb der Koalition gibt es über die Ausgestaltung noch keine finale Einigung. Innenminister Alexander Dobrindt meint zum Streit: „Wir haben eine breite und öffentliche Debatte über den Wehrdienst.“ Obwohl Verteidigungsminister Boris Pistorius eine Einigung in letzter Sekunde blockierte, glaubt Dobrindt an einen positiven Ausgang. „Alle haben ein Interesse an einem Kompromiss“, sagt der CSU-Politiker.

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