Durch die Rentenreform der Bundesregierung könnten die Beiträge noch deutlich stärker steigen als nach geltendem Recht. Das geht aus Berechnungen der Rentenkommission in deren Empfehlungsbericht hervor.
Bei der Vorstellung der Reformvorschläge hatte Bundeskanzler Friedrich Merz das genaue Gegenteil behauptet. „Ohne Reformen würde unweigerlich das Rentenniveau sinken und die Beiträge steigen. Mit dieser Reform können wir das umkehren“, erklärte Merz am Dienstagmorgen. Doch das Gegenteil ist richtig.
Konkret geht die Kommission bis 2028 von einem Anstieg des Beitragssatzes von aktuell 18,6 Prozent auf 20,4 Prozent aus. Das ist noch einmal deutlich mehr als die bislang nach geltender Rechtslage angepeilten 19,9 Prozent. Grund ist die Erhöhung des Rentenniveaus von 48 Prozent auf deutlich über 50 Prozent für künftige Rentner durch den Einstieg in eine kapitalgedeckte gesetzliche Rente sowie die Dämpfung der Höhe der Zuschüsse aus dem Bundeshaushalt.
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