Bedingslose Kapitulation ist der einzige Weg zu einem Frieden

vor 9 Monaten

Bedingslose Kapitulation ist der einzige Weg zu einem Frieden
Bildquelle: Tichys Einblick

Mürwik ist ein Stadtteil Flensburgs mit etwa 15.000 Einwohnern. Im Mai 1945 wurde der kleine Ort zum Schauplatz eines bizarren Schauspiels: Admiral Karl Dönitz und einige Getreue mimten dort „Reichsregierung“, in dem festen und fanatischen und unbeugsamen Glauben, die Alliierten könnten in irgendeiner Weise an irgendeiner Nazi-Regierung für das vernichtete und zerstörte Deutschland auch nur das geringste Interesse haben.

Am 5. Mai, drei Tage vor der bedingungslosen Kapitulation, schlug auch noch Heinrich Himmler mit großem Tross in Mürwik auf und meinte, sich und seine SS als „Ordnungsfaktor“ der „geschäftsführenden Reichsregierung“ andienen zu müssen. Die Herren Kriegsverlierer, Massenmörder und Antisemiten glaubten allen Ernstes, wenigstens die West-Alliierten müssten doch ein Interesse daran haben, ausgerechnet mit denen, die den Krieg angefangen und einen Genozid an den europäischen Juden verübt hatten, zu kooperieren oder sie als Verhandlungspartner – wofür eigentlich? – in Betracht zu ziehen. Es schien sich bis nach Flensburg noch nicht herumgesprochen zu haben, dass es außer der Abgabe aller Waffen und einer bedingungslosen Kapitulation keine Handlungsalternativen gab.

Himmler verschwand so schnell, wie er eifrig gekommen war: Als ihn die Engländer am 23. Mai schnappten, zerbiss er eine Zyankali-Kapsel. Am gleichen Tag beendeten die Briten auch den Reichsmummenschanz in Mürwik und nahmen Dönitz und Konsorten gefangen.

Besiegt ist besiegt, da gab es nichts zu verhandeln, auszuhandeln oder „überzuleiten“.

Man stelle sich vor, in den westlichen Hauptstädten wären da Exildeutsche auf die Straße gegangen und hätten mit Sprechchören wie „Von der Maas bis an die Memel“ oder „Free free Germany“ für eine Nichtbesetzung Ex-Hitlerdeutschlands geworben… Was meinen Sie, wäre mit denen passiert?

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