Bankautomaten-Versorgung wird in Brandenburg zum Problem

vor 3 Monaten

Bankautomaten-Versorgung wird in Brandenburg zum Problem
Bildquelle: Apollo News

Die Versorgung mit Bankautomaten wird in Brandenburg immer mehr zum Problem. Beispielhaft dafür steht der Ort Spremberg im Süden des Bundeslandes. Hier soll Ende Juni der letzte Bankautomat der Deutschen Bank abgebaut werden. Kunden der Bank können dann künftig nur noch in Filialen von Lidl, Edeka oder Aldi beim Einkaufen Geld abheben. Wie Rbb24 berichtet, können Inhaber der Bank-App auch Beträge über 200 Euro abheben. Für alle anderen gilt eben dieses Limit.

Wer dennoch zum Bankautomaten will, muss laut B.Z. dann 25 Kilometer nach Cottbus oder Weißwasser fahren – mit dem Auto eine knappe halbe Stunde, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln dauert es doppelt so lange. „Das hat mit Service nichts mehr zu tun“, sagt ein Anwohner. In der 20.000-Einwohner-Stadt leben vor allem ältere Menschen. Der Altersdurchschnitt liegt bei 47 Jahren. Gerade für die älteren Menschen fürchtet der Seniorenbeirat der Stadt Probleme und hat darum in einem Brief an die Deutsche Bank appelliert, einen Automaten zu erhalten.

Auch die Bürgermeisterin appellierte an die Bank, doch diese erklärte, dass die Entscheidung endgültig sei. „Die mobilen und Online-Angebote, aber auch das Telefonbanking werden von den Kunden stärker genutzt“, heißt es seitens der Deutschen Bank gegenüber dem Rbb. Außerdem sei „die Bargeldmitnahme an den Kassen von Supermärkten bzw. des Einzelhandels weit verbreitet.“

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