„Es wandert niemand in unsere Sozialsysteme ein“: Warum die Aussage von Bärbel Bas realitätsfremd und irrsinnig ist

vor 2 Monaten

„Es wandert niemand in unsere Sozialsysteme ein“: Warum die Aussage von Bärbel Bas realitätsfremd und irrsinnig ist
Bildquelle: NiUS

Bärbel Bas, Bundesarbeitsministerin und SPD-Vorsitzende, hat in der Regierungsbefragung des Bundestags am 6. Mai 2026 einen Satz gesagt, der, vorsichtig gesagt, realitätsfremd anmutet. Die Antwort galt einer AfD-Frage zum Haushalt und sollte offenbar Klartext sein. Dabei könnte man meinen, dass Bas, die seit 2009 den Wahlkreis Duisburg I direkt für die SPD vertritt, die Probleme ihrer Heimatstadt kennen sollte – und gerade deshalb ihre Worte bedachter wählt. Genau dort nämlich, in Duisburg, zeigt sich seit Jahren, wie sehr die Realität ihrer Aussage widerspricht.

In einer Stellungnahme gegenüber n-tv verteidigte sie ihre Aussage: Der Satz sei „sehr verkürzt“ worden, sie habe danach noch klargemacht, dass es um Fachkräfteeinwanderung gehe und die im Land Lebenden in Arbeit gebracht werden müssten. „Nein, das ist keine Einwanderung“, betonte sie erneut und schob nach: Der Fokus liege auf „Sozialleistungsmissbrauch“, den sie „sehr akribisch“ bekämpfe – „weil ich aus Duisburg komme und die Probleme kenne“. Die meisten Zuwanderer kämen „nicht, weil sie jetzt einen Sozialleistungskatalog in der Hand haben“, sondern weil sie auf der Suche nach einem besseren Leben seien oder vor Krieg und Verfolgung flöhen. Viele seien „fleißig“ und zahlten in die Sozialkassen ein. Pauschalisierungen seien „nicht gerecht“.

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