Der Donnerstag war ein ereignisreicher Tag – zumindest aus Sicht der Bundesregierung. Kaum hatten Bundeskanzler Friedrich Merz und sein Stellvertreter Lars Klingbeil dem Fass ohne Boden „Bürgergeld“ ein neues Etikett verpasst, wandten sie sich schon dem nächsten Krisenherd der Republik zu: der kollabierenden Automobilindustrie.
Auf dem vom Kanzler einberufenen Autogipfel versammelten sich neben Regierungsmitgliedern auch die Ministerpräsidenten der betroffenen Standorte, Vertreter der Wirtschaft und der Gewerkschaften, um über die Zukunft der erodierenden Automobilproduktion Rat zu halten.
Die Ausgangslage war klar – und sie ist dramatisch. Seit 2018 hat die deutsche Automobilwirtschaft einen Produktionseinbruch von 25 Prozent hinnehmen müssen. Allein in den vergangenen zwölf Monaten sind 50.000 Arbeitsplätze verloren gegangen. Damit erodiert eine der tragenden Säulen der deutschen Wirtschaft – unaufhaltsam.
Und die Gründe dafür liegen offen auf dem Tisch: eine hausgemachte Energiekrise infolge des Ausstiegs aus russischem Gas und Kernenergie, die politisch erzwungene Transformation zur Elektromobilität und der gnadenlose Konkurrenzdruck aus China. All das macht den Herstellern das Leben zur Hölle.
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