Austritte, Abrechnung, Aufstand – der Mittelstand wendet sich gegen die Union

vor 25 Tagen

Austritte, Abrechnung, Aufstand – der Mittelstand wendet sich gegen die Union
Bildquelle: NiUS

Ausgerechnet der Mittelstand, das Rückgrat der deutschen Wirtschaft kehrt der Union in diesen Tagen frustriert und mit immer drastischeren Worten den Rücken. Inzwischen treten sogar treue Gefolgsleute von CDU und CSU nicht mehr still aus Gremien und Partei aus, sondern schlagen mit harten Worten die Tür hinter sich zu.

„Nach reiflicher Überlegung erkläre ich hiermit meinen Rücktritt von allen Ämtern in der Mittelstands-Union der CSU sowie meinen Austritt aus der Christlich-Sozialen Union“, schrieb der Chef der CSU-Mittelstandsunion (MU) im fränkischen Hof am 14. Juni in einem Brief, der NIUS vorliegt, an seinen Landesvorstand. Wenige Tage später warfen vier weitere Vorstände der MU-Hof mit einem sechsseitigen Protestbrief ebenfalls hin.

Bastian Atzger ist selbst Unternehmer und war für das Interview mit Ralf Schuler aus Baden-Württemberg zugeschaltet.

Auch in der Mittelstandsvereinigung (MIT) der CDU Baden-Württemberg gärt es seit Monaten. „Ich fühle mich getäuscht“, sagte MIT-Chef Bastian Atzger schon im Februar bei „Schuler! Fragen, was ist“ über die Bilanz der Bundesregierung unter Kanzler Friedrich Merz (CDU). „Man zu lange die deutsche Wirtschaft und gerade den Mittelstand als Melkkuh betrachtet.“ Als nun unlängst Merz auf dem Tag der Familienunternehmen in Berlin erklärte, er treffe zu viele Unternehmer „am Sonntag auf dem Golfplatz“ (NIUS berichtete), platzte vielen ehemals unionstreuen Mittelständlern endgültig der Kragen.

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